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Das FSJ auf dem Campus

Eintauchen in andere Kulturen

Von Unispectrum live
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An der TUK wird nicht nur studiert – junge Menschen sind auch für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) auf dem Campus. Die Abteilung für Internationale Angelegenheiten: ISGS (International School for Graduate Studies) bietet dieses jedes Jahr an. Dabei erhalten die FSJler Einblick in den Arbeitsalltag und erlernen nebenbei interkulturelle Kompetenzen.

Nicht jeder möchte nach dem Abitur gleich mit einem Studium oder einer Ausbildung starten. Manche zieht es erst einmal auf Reisen in ferne Welten, andere möchten sich lieber zu Hause sozial engagieren. Das FSJ bietet hierzu eine Reihe von Möglichkeiten an, etwa bei der ISGS. Sie ist Anlaufpunkt für diejenigen, die entweder aus dem Ausland zum Studium nach Kaiserslautern kommen oder die für das Studium ins Ausland möchten.

Vom FSJ an der TUK hatte zum Beispiel Julian Schwingel von seinen Eltern erfahren. Der 20-Jährige hat im November 2016 mit seinem Jahr auf dem Uni-Campus begonnen. Erst seit ein paar Wochen mit an Bord ist hingegen Michelle Hohmann. Für beide stand fest, nach dem Abitur nicht direkt mit einem Studium oder einer Ausbildung loszulegen. „Bei einer Informationsveranstaltung vom Internationalen Bund habe ich etwas über das FSJ an der Uni erfahren“, sagt Hohmann. „Das hat mich direkt interessiert, da ich einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen wollte.“

Die beiden erhalten bei der ISGS Einblicke in verschiedene Bereiche. „Wir helfen zum Beispiel bei der Organisation der Veranstaltungen, wir aktualisieren die Sozialen Medien und bereiten Workshops vor oder nach“, sagt Schwingel. „Auch unterstützen wir die Kollegen, etwa bei Recherche-Aufgaben, oder stehen den Erstsemestern aus dem Ausland bei Fragen zum Studium oder zum Alltag in Kaiserslautern zur Seite“, ergänzt Hohmann.

Auch Rebecca Woll kennt diese abwechslungsreichen Anforderungen. Die 26-Jährige ist derzeit als wissenschaftliche Hilfskraft in der ISGS beschäftigt und war 2010 die erste Teilnehmerin des FSJ. „Die internationale Atmosphäre, die Kontakte zu so vielen Kulturen und das Miteinander im Team haben mir damals schon gefallen“, erinnert sich die junge Frau, die mittlerweile einem Masterstudium in Wirtschaftssoziologie in Trier nachgeht und im Rahmen der Universität der Großregion auch in Kaiserslautern eingeschrieben ist. „Man  hat die Chance hier sehr viel zu lernen und die Möglichkeit, sich auszuprobieren, eigene Ideen einzubringen und und wächst auch an seinen Aufgaben.“ Vieles davon habe sie  im Bachelorstudium nutzen können, etwa das freie Sprechen vor Gruppen oder der Umgang mit verschiedenen Computerprogrammen. „Dies war insbesondere zu Beginn meines Studiums von Vorteil, viele  Kommilitonen hatten hierbei noch keine Erfahrung.“

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Die internationale Atmosphäre, die Kontakte zu so vielen Kulturen und das Miteinander im Team haben mir damals schon gefallen.

Rebecca Woll

Michelle Hohmann schätzt außerdem am FSJ, dass sie hinter die Kulissen des Unialltags blicken kann. „Als Studentin würde ich nur den Vorlesungsbetrieb zu sehen bekommen. So lerne ich aber auch Arbeitsprozesse kennen, die man im Studium nicht mitbekommt.“ Auf der anderen Seite hat sie nun auch Gelegenheit, schon einmal eine Vorlesung zu besuchen, um zu schauen, welches Studium es später werden soll. „Die Hirnforschung interessiert mich“, fährt sie fort. „Das könnte ich mir vorstellen. Genau weiß ich es aber noch nicht. Auch ein internationaler Studiengang im Bereich Event Management könnte passen.“ Auch Julian Schwingel möchte, wenn sein FSJ demnächst endet, ein Studium aufnehmen.

Wer sich für das FSJ bei der ISGS interessiere, solle, so die drei, auf alle Fälle Englischkenntnisse mitbringen. Hinzu komme, gerne im Team zu arbeiten, Neugierde sowie Interesse an der akademischen Welt und anderen Kulturen.

Rebecca Woll will nach ihrem Abschluss bei einer internationalen Organisation im Personalbereich arbeiten. Hierbei schaden ihr die interkulturellen Kompetenzen, die sie sich bei der ISGS angeeignet hat, sicherlich nicht.

Die ISGS – International vernetzt

Die ISGS fungiert als Internationalisierungsmotor der TU Kaiserslautern und Brückenbauer zwischen internationalen Studierenden, Fachbereichen, Universitätsmanagement und externen Kooperationspartnern. Ihr Ziel ist es, Studium, Lehre und Forschung an der TUK international auszurichten und die Universität, ihre Fachbereiche und Einrichtungen bei der Entwicklung und Umsetzung neuer internationaler Strategien zu unterstützen. Neben der Betreuung von internationalen Studierenden vor, während und nach ihrem Studienaufenthalt in Kaiserslautern, ist die ISGS mit der Pflege und dem Ausbau von internationalen Hochschulpartnerschaften und allen Fragen rund um das Thema Studium im Ausland befasst. Über das Einwerben und Verwalten von Drittmitteln, Stipendien und Förderprojekten bietet die ISGS ferner ein breites Spektrum an interkulturellen Weiterbildungsangeboten und internationalen Vernetzungsmöglichkeiten(Orientierungskurs, Seminare, Workshops, Karrieregespräche et cetera).

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Erstellt
am 06.10.2017 von
Melanie Löw