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Why I don't have a girlfriend?

Von Unispectrum live
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Beim ersten Science Slam der TU Kaiserslautern slammten acht Professoren und Juniorprofessoren um den Titel. Das Publikum hörte das Märchen „Von dummen Wählern und tauben Politikern“ von Professor Wenzelburger und verbindet ab sofort, dank Professor Eigner, Industrie 4.0 mit einem Steak im Ofen. Professor Sven Krumke aus dem Fachbereich Mathematik triumphierte, mit seinem Auftritt zu „Mathematik und Partnerproblemen“, den verbalen Schlagabtausch.

Überzeugende Auftritte, lockere Sprüche, anschaulich, fesselnd und wissenschaftlich – so präsentierten sich die Slammer bei ihren Vorträgen im Audimax, auf dem ersten Science Slam Contest der TU.  Die Vortragenden erklärten wichtige wissenschaftliche Themen humorvoll und anhand unterhaltsamer Beispiele. So tritt Professor Schünemann auf einmal mit einem Vorschlaghammer auf die Bühne und erklärt den Zuschauern sein Ehering kommt aus einer Supernova, Professor Hassemer referiert darüber, warum dem Affen sein Selfie nicht gehöre oder Professor Friauf regt mit der Aussage „Unser Gehirn ist unser wichtigstes Organ, denkt das Gehirn“ zum Grübeln an. Dass es dabei immer um hochinteressante Forschungsthemen wie die Charakterisierung von eisenabhängigen Prozessen, die Künstliche Intelligenz oder Synapsen im neuronalen System geht, wird den Hörern erst im Verlauf des Vortrags bewusst.

Nach dem Ende jedes, höchstens 12-minütigen, Slams musste das Publikum entscheiden: Es wurden per Zufall acht Wertungstafeln verteilt, mit denen die Anwesenden den Referenten ein Ranking zwischen 0 und 100 geben konnten.
Als Dritter wurde Professor van Wüllen auserkoren, der mit Gold, Autos und der Relativitätstheorie zu überzeugen wusste. Den zweiten Platz sicherte sich Juniorprofessor Marc Herrlich mit dem Thema Gamification, wobei sein Zuspruch „auch selbst ein wenig zu zocken“ sicher viele Sympathiepunkte einbrachte.

Der eindeutige Sieger des Abends war allerdings Professor Sven Krumke. Mit seinen überragenden mathematischen Erklärungen in Bezug auf Partnerprobleme unter dem Motto „Why I don’t have a girlfriend?“ konnte er die Jury überzeugen. Krumke begann seinen Slam mit der Frage „Was macht man als Mathematiker den ganzen Tag?“ und gibt selbst umgehend die Antwort: „Neue Zahlen erfinden, wird nun langsam schwierig, weil es schon so viele gibt“.

Weitere Erklärungen zu Problemen bei der Partnersuche führt er anhand der Charaktere der Serie „Big Bang Theory“ aus. Im Laufe des Vortrags erlaubt er sich den Spaß und wechselt die Figur des Astrophysikers Rash gegen eine Bildaufnahme von sich aus. Doch trotz aller Possen schafft Krumke es, dem Publikum am Ende einen Algorithmus zu präsentieren, der das Thema Partnerprobleme mit stabilen und instabilen Komponenten mathematisch erklärt. Touché!

Abgesehen von den Slams wurde den Zuschauern auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten. Die Lateinformation, die an der TU Kaiserslautern trainiert, die Acapella Gruppe „nondeterministic automatones“ und die Hip Hop Tänzer vom „Team Tina“ boten in den Pausen ein unterhaltsames Programm. Moderiert wurde die Veranstaltung von Marek Oheim, der souverän durch den Abend führte.
Organisiert wurde das Event vom AStA der TU Kaiserslautern. Der Science Slam mit seinem unterhaltsamen Programm kam beim Publikum sehr gut an. So heißt es im nächsten Jahr: Titelverteidigung und Fortsetzung folgt.

Folgende Professoren waren dabei:
Eckhard Friauf (Biologie)
Christoph van Wüllen (Chemie)
Marc Herrlich (Elektro- und Informationstechnik)
Sven O. Krumke (Mathematik)
Martin Eigner (Maschinenbau und Verfahrenstechnik)
Volker Schünemann (Physik)
Georg Wenzelburger (Sozialwissenschaft)
Michael Hassemer (Wirtschaftswissenschaften)

 

Bild des Benutzers Natascha Möller
Erstellt
am 20.07.2017 von
Natascha Möller

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