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Karriere

Dank Energietechnik auf Erfolgskurs

Von Unispectrum live
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Unternehmen schätzen Absolventen der TU Kaiserslautern (TUK), vor allem aus den Bereichen Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau sowie Wirtschaftsingenieurwesen. Dies bescheinigt ihr das aktuelle Ranking des Magazins „Wirtschaftswoche“. Einer dieser Absolventen ist Stefan Lang. Der Elektrotechniker schließt gerade seine Promotion ab und arbeitet beim Energieversorger Pfalzwerke in Ludwigshafen.

Die Energietechnik hatte Stefan Lang schon immer im Blick, als er sich damals für sein Studium an der TUK entschieden hatte. Zuvor absolvierte der Ingenieur bereits eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik beim Stromkonzern RWE in Idar-Oberstein. „Im Anschluss habe ich noch ein Jahr im Unternehmen gearbeitet, aber schon gewusst, dass ich Elektrotechnik studieren wollte.“ Für die TUK habe er sich schließlich nicht nur wegen der Nähe, sondern auch wegen des guten Rufs entschieden.

Lang, der noch im Diplomstudiengang eingeschrieben war, hat sich nach dem Grundstudium für den Schwerpunkt Energietechnik entschieden: Seine Diplomarbeit schrieb er bei Professor Dr. Wolfram H. Wellßow am Lehrstuhl für Energiesysteme und Energiemanagement. Davor ging er aber noch für ein Auslandssemester in die USA: Hier besuchte er für sechs Monate die Michigan State University, an der er sich in einer Studienarbeit wieder mit Energietechnik befasst hat. „Im Fokus standen hierbei vor allem IT-Systeme, bei denen Programmier-Kenntnisse wichtig sind“, sagt Lang. Darüber hinaus hat er in der Zeit interkulturelle Kompetenzen erlernt und seine Sprachkenntnisse weiter ausgebaut. „Das hat mir viel gebracht, auch für meine weitere Arbeit in der Wissenschaft.“

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Die Mischung aus Theorie und Praxis hat gut gepasst.

Stefan Lang

Mit dem Diplom in der Tasche wollte Lang zunächst in die Industrie. „Professor Wellßow konnte mich aber überzeugen, für eine Promotion zu bleiben.“ Das Thema hatte sein Interesse geweckt. „Die Mischung aus Theorie und Praxis hat gut gepasst“, nennt er als Grund. „Ich wollte auf jeden Fall praktisch arbeiten.“ Lang hat einen neuartigen Regler entwickelt, der Strom einfach und effizienter im Stromnetz verteilt, als dies bislang der Fall ist. Die Technik misst den Stromfluss und kann automatisch gegensteuern, wenn sich der Bedarf in verschiedenen Leitungen ändert. Die Technik ist kostengünstig und kann einfach in vorhandene Niederspannungsnetze eingebaut werden. Das Besondere dabei: Es kommt konventionelle Transformatortechnik zum Einsatz, die sich leicht in vorhandene Verteilerschränke einbauen lässt.

Bei seinem Projekt hat der Ingenieur eng mit verschiedenen Kooperationspartnern aus der Praxis zusammengearbeitet, unter anderem mit den Pfalzwerken, seinem heutigen Arbeitgeber. „Ich habe schnell festgestellt, dass die Chemie stimmt“, sagt Lang. So machte der Energieversorger ihm schließlich ein Angebot und Lang wechselte im vergangenen Jahr von Kaiserslautern nach Ludwigshafen. Bei den Pfalzwerken ist er nun Referent für Technologie und Innovationen. „Zusammen mit meinen Kollegen spüre ich neue Techniken im Energiesektor auf und koordiniere Projekte in diesem Bereich“, so der Ingenieur, der sich somit weiterhin mit der Energietechnik befassen kann.

 

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Erstellt
am 09.04.2018 von
Melanie Löw